Orchesterbiographie

2014 Am 26. April voll­endet der künst­le­ri­sche Lei­ter Wolf­gang Nusko sein 60. Lebens­jahr und macht sich mit der Auf­füh­rung der vier­ten Sin­fo­nie von Anton Bruck­ner, der „Roman­ti­schen“, ein wür­di­ges Geburts­tags­ge­schenk.
2013 Die „Gesell­schaft der Musik­freun­de Steyr“ fei­ert ihr 175-jäh­ri­ges Bestehen. Aus die­sem Anlass wird am 16. Novem­ber ein Fest­kon­zert ver­an­stal­tet, bei dem Ana Pauk (Vio­li­ne) und Oth­mar Mül­ler (Vio­lon­cel­lo) mit dem Sin­fo­nie­Or­ches­ter das Dop­pel­kon­zert für Vio­li­ne und Vio­lon­cel­lo von Johan­nes Brahms  musi­zie­ren. 175jahre-Festkonzert
2012 Funk­ti­ons­wech­sel: Sebas­ti­an Ragl über­nimmt von Karl Heinz Ragl den Obmann der „Gesell­schaft der Musik­freun­de Steyr“.
2011 Im April über­reicht Bür­ger­meis­ter Gerald Hackl dem Obmann der „Gesell­schaft der Musik­freun­de Steyr“, Karl Heinz Ragl, als Wür­di­gung der Tätig­keit des Sin­fo­nie- und Kam­mer­Or­ches­ters das „Ehren­zei­chen der Stadt Steyr für beson­de­re Leis­tun­gen im kul­tu­rel­len Bereich“. ehrenzeichen_steyr
2009 Seit Herbst die­ses Jah­res probt das Sin­fo­nie- und Kam­mer­Or­ches­ter Steyr in den Räu­men der neu­en Lan­des­mu­sik­schu­le Steyr, die im Amts­ge­bäu­de Reit­hof­fer der Stadt Steyr, Pyrach­stra­ße 7, unter­ge­bracht ist.
Es han­delt sich um ein im Inne­ren modern und funk­tio­nell gestal­te­tes denk­mal­ge­schütz­tes ehe­ma­li­ges Indus­trie­ob­jekt. Auch das umfang­rei­che Archiv der Gesell­schaft der Musik­freun­de Steyr befin­det sich hier.
Jah­re­lan­ge Pro­vi­so­ri­en, die kaum idea­le Pro­ben­mög­lich­kei­ten boten, konn­ten dadurch been­det wer­den.
Landesmusikschule Steyr
2000 Wolf­gang Nusko über­nimmt die künst­le­ri­sche Lei­tung. Wolfgang Nusko
1997
bis
2000
Josef Hab­rin­ger, der­zeit Dom­ka­pell­meis­ter in Linz, lei­tet die meis­ten Kon­zer­te. Es folgt eine mehr­fa­che Zusam­men­ar­beit mit dem von ihm gelei­te­ten „Col­le­gi­um Voca­le Linz“. habringer
1988
150 Jah­re „Gesell­schaft der Musik­freun­de Steyr“ wer­den mit einem Kon­zert unter Gerald Rei­ters Lei­tung im Stadt­thea­ter Steyr fest­lich began­gen. Bruck­ners g-Moll-Ouver­tu­re,
Beet­ho­vens 5. Kla­vier­kon­zert (Solist: Jörg Demus) und Schu­berts „Unvoll­ende­te“ ste­hen auf dem Pro­gramm.
1985
bis
1997
Gerald Rei­ter (dama­li­ger Lei­ter der Lan­des­mu­sik­schu­le Steyr) diri­giert das Orches­ter und lei­tet eine Viel­zahl von Chor-Orches­ter­wer­ken in Zusam­men­ar­beit mit dem ver­stärk­ten Chor der Pfar­re St. Josef (Steyr-Enns­lei­te). reiter
1969
bis
1972
Zwi­schen­zei­tig lei­tet Johan­nes Auer­sperg das Orches­ter, das in die­ser Zeit vor­wie­gend als Kam­mer­or­ches­ter auf­tritt. auersperg
1965
Die Stadt­ka­pel­le Steyr bil­det wie­der einen eige­nen Ver­ein.
1962

Rudolf Nones wird Diri­gent des Orches­ters.

Der Ver­eins­na­me wird in „Gesell­schaft der Musik­freun­de Steyr“ geän­dert.

nones
1955
Die Musik­schu­le wird vom Magis­trat über­nom­men und „Städ­ti­sche Musik­schu­le“ (nun­mehr Lan­des­mu­sik­schu­le).
1948
Prof. Wein­schenk über­nimmt wie­der die Lei­tung des Orches­ters. Zugleich ist er Lei­ter der Musik­schu­le und der Stadt­ka­pel­le.
1946 Nach den Wir­ren des 2. Welt­kriegs erfolgt die drit­te „Wie­der­ge­burt“ des Ver­eins.
In den „Musik­ver­ein Steyr“ wird neben dem Sin­fo­nie­or­ches­ter auch die Stadt­ka­pel­le Steyr inte­griert. Bei­de Klang­kör­per ver­an­stal­ten 1947 ihre ers­ten Kon­zer­te.
1939 Am 2. April erfolgt der Fest­akt zum „100. Bestand des Musik­ver­eins“.
Die bereits geplan­ten wei­te­ren Auf­füh­run­gen für das Jahr 1939 fin­den infol­ge des ein­set­zen­den 2. Welt­kriegs nicht mehr statt.
1938 Die geplan­te 100-Jahr-Fei­er des Musik­ver­eins muss auf­grund des Ein­mar­sches der Hit­ler­trup­pen in Öster­reich ver­scho­ben wer­den.
1937
Sme­ta­nas „Ver­kauf­te Braut“ ist der Höhe­punkt des Ver­eins­jah­res. Steyr, ins­be­son­de­re auch die Jugend, bie­tet ihre gesam­ten musi­ka­li­schen Kräf­te auf. verkaufte_braut
1936 Otto Nico­la­is „Die lus­ti­gen Wei­ber von Wind­sor“ gelangt vor ca. 4000 (!) Zuschau­ern pro Vor­stel­lung im gro­ßen Saal der Indus­trie, dem heu­ti­gen Stadt­thea­ter, zur Auf­füh­rung.
1935 Nach der erfolg­rei­chen „Waffenschmied“-Produktion folgt Webers „Frei­schütz“.
1933 Wegen Ebbe in der Ver­eins­kas­se wagt Wein­schenk die ers­te Opern­auf­füh­rung in der Ver­eins­ge­schich­te.
Es fol­gen drei aus­ver­kauf­te Auf­füh­run­gen von Lort­zings „Waf­fen­schmied“.
1931
Sein Nach­fol­ger wird Albert Wein­schenk, frü­he­rer Solo­flö­tist der Wie­ner Ton­künst­ler.
Wein­schenk erweist sich als Kam­mer­mu­si­ker von For­mat, in der Fol­ge aber geht er als der Opern­di­ri­gent in die Ver­eins­ge­schich­te ein.
weinschenk
1920
bis
1931
Lei­ter des Orches­ters ist Johann Prinz, der 1930 erst 42-jäh­rig ver­stirbt.
1900
bis
1920

Franz Bay­er lei­tet das Orches­ter. bayer
1893
Die Mes­se in d-Moll von Anton Bruck­ner wird unter der Lei­tung von Franz Bay­er auf­ge­führt. Bruck­ner spielt dabei selbst die Orgel und wird Ehren­mit­glied des Ver­eins.
Mit fol­gen­dem Schrei­ben bedankt er sich:
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1890
bis
1899
Lud­wig Gros­sau­er, Leh­rer an der Musik­schu­le, über­nimmt die Lei­tung des Ensem­bles.
Mit Hil­fe des Bruck­ner­freun­des Franz Bay­er, dem Regen­sch­o­ri der Stadt­pfarr­kir­che, baut er es zu einem Sin­fo­nie­or­ches­ter aus.
1874
bis
1889
Josef Withe, ein pen­sio­nier­ter k.k. Mili­tär­ka­pell­meis­ter, lei­tet das Orches­ter.
1871
Wie­der­be­le­bung des Ver­eins
In der Fol­ge wer­den neue Ver­eins­sta­tu­ten aus­ge­ar­bei­tet und der Name in „Gesell­schaft der Musik­freun­de zu Steyr“ geän­dert.
1848
bis
1871

Die Ver­eins­tä­tig­keit ist schwer gehin­dert. Ein Kon­zert wird 1860 mit dem Wunsch ver­merkt, „dass der Musik­ver­ein, der so viel Gedie­ge­nes geleis­tet habe, wie­der zu vol­ler Blü­te gelan­gen möge“.
1845
Grün­dung einer Musik­schu­le
1838
Grün­dung des „Ver­ei­nes der Musik­freun­de zu Steyr“. Die­ser Ver­eins­grün­dung gehen musi­ka­li­sche Unter­hal­tun­gen (Aka­de­mi­en) vor­aus, die von Musi­kern aus Steyr und Umge­bung abge­hal­ten wer­den. Als Men­tor gilt der Stey­rer Bür­ger Syl­ves­ter Paum­gart­ner, der als Auftag­ge­ber von Schu­berts „Forel­len­quin­tett“ gilt. o-biographie01_gross